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Pavlova mit Quark-Sahne-Creme und frischen Erdbeeren. Ein luftig-leichtes Wolken-Törtchen.

Ein Kuchen, so luftig und fluffig wie ein Wölkchen. Jap, diese Beschreibung trifft unsere Pavlova mit Quark-Sahne-Creme und frischen Erdbeeren sehr gut. Weil der liebe Flo total auf Baiser in Kombination mit frischen Früchten steht, war es für uns lägst an der Zeit, das australische und neuseeländische Nationalgericht einmal zu backen. Denn im Grunde genommen ist eine Pavlova nichts anderes als ein riiiiesengroßes Baiser, das mit Sahne und frischen Früchten zu einem kleinen Törtchen geschichtet wird. Das Baiser sollte dabei außen knusprig und innen schön fluffig und „wolkig“ sein – mit einer ähnlichen Konsistenz wie ein Marshmallow.

Die Süße des Baisers haben wir durch die Kombination mit einer Quark-Sahne-Creme und frischen Früchten abgefangen. Denn klar, der Boden besteht im Prinzip aus nichts anderem als aus Eiweiß und Zucker. Eine nicht zu süße Quarkcreme gleicht das aus. Belegt haben wir die Pavlova mit den ersten deutschen Erdbeeren, die wir auf dem Markt gekauft haben. Da der Wölkchen-Kuchen sehr vielseitig ist, könnt ihr ihn aber auch gut und gerne mit anderen Obstsorten belegen. Je nach Geschmack und Saison.

Damit eurem Baiser-Glück jetzt nichts mehr im Wege steht, kommen hier unsere 5 Tipps für eine luftige Pavlova.


Eine gute Pavlova-Torte braucht vor allem eins: eine gute Basis. Und die sollte außen knackig und innen schön fluffig sein. Die Hauptzutaten sind dabei Eiweiß und Zucker, die ihr zu einer weißen, glänzenden Baisermasse aufschlagt. Damit euch das gelingt, gibt es ein paar Dinge zu beachten:

Tipp Nummer eins: Bevor ihr loslegt, solltet ihr darauf achten, dass alle eure Backutensilien schön sauber und trocken sind. Denn auch Eiweiß kann, ähnlich wie Sahne, beim Aufschlagen eine kleine Zicke sein. Auch die Eier sollten sauber getrennt sein. Besser aufschlagen lässt sich Eischnee außerdem, wenn eure Eier Raumtemperatur haben. Legt sie also etwa eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank, bevor ihr mit der Pavlova-Zubereitung startet.

Die Eigelbe müsst ihr nach dem Trennen übrigens nicht wegwerfen. Ihr könnt sie später noch für andere Gerichte verwenden – etwa für Lemon Curd, Mayonnaise oder Crème brûlée.

Tipp Nummer zwei: Das richtige Wetter. Klingt komisch, kann den Pavlova-Back-Erfolg aber tatsächlich beeinflussen, denn Eischnee und Feuchtigkeit mögen sich so ganz und gar nicht. Eure Pavlova solltet ihr am besten nicht an einem regnerischen Tag zubereiten. Auch in eurer Küche sollte beim Zubereiten keine zu hohe Luftfeuchtigkeit herrschen.

Tipp Nummer drei: Ja, eine Pavlova kann eine Diva sein. Damit sie euch beim Backen nicht zusammensackt wie ein nasser Waschlappen, Eiweiß und Zucker so lange mixen, bis sich der Zucker vollständig im Eischnee aufgelöst hat. Testen könnt ihr das, indem ihr eine kleine Menge Baisermasse zwischen den Fingern verreibt. Ist die Masse noch „körnig“, gebt ihr noch ein paar Runden im Mixer. Den Zucker solltet ihr am besten nach und nach, Esslöffel für Esslöffel, unter den Eischnee rühren. Dieser Schritt kann gut und gerne zwischen 10 und 15 Minuten dauern. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, könnt ihr für eure Pavlova extra feinen Backzucker verwenden, der sich schneller auflöst. Wir haben bei unserm Törtchen ganz normalen Zucker verwendet, was auch prima funktioniert hat.

Tipp Nummer vier: Eure Pavlova ist beim Backen auseinandergelaufen wie eine Flunder? Dann habt ihr eure Baisermasse vermutlich zu kurz aufgeschlagen. Eure Masse ist perfekt, wenn sie weiß glänzt, sich feste Spitzen bilden und ihr euch die Schüssel kopfüber über den Kopf halten könnt, ohne dass ihr am Ende eine Baiserhaube auf ebendiesem sitzen habt.

Tipp Nummer fünf: Das richtige Backen. Im Ofen können euch die meisten Fahler bei der Pavlova-Zubereitung unterlaufen. Die Pavlova wird im Ofen bei niedriger Temperatur und langer Backzeit mehr getrocknet als gebacken. Die optimale Temperatur liegt zwischen 110 und 120 °C (Ober-/Unterhitze). Der wohl wichtigste Tipp beim Backen: NIEMALS die BACKOFENTÜRE öffnen. Wirklich! Nicht! Die Pavlova will in der „heißen“ Phase nicht gestört werden. Reißt ihr die Ofentüre auf, sackt sie in sich zusammen. Und auch beim Abkühlen des Gebäcks solltet ihr Geduld mitbringen. Um zu verhindern, dass die Pavlova (zu viele) Risse bekommt, sollte sie langsam und bei geschlossener Tür im Backofen auskühlen. Ja, das dauert. Wir haben nach etwa 30 Minuten einen klitzekleinen Spalt der Ofentür geöffnet und einen Kochlöffel reingeklemmt. So geht das Auskühlen ein wenig schneller.


Mit diesen Tipps gerüstet, sollte nichts mehr zwischen euch und eurem Pavlova-Glück stehen. Dann fehlt ja nur noch eins: das Rezept für unser Pavlova-Wölkchen mit Quark-Sahne-Creme und Erdbeeren.

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Pavlova mit Quark-Sahne-Creme und Erdbeeren

Ergibt eine Pavlova mit etwa 25 cm Durchmesser:

Für das Baiser:
4 Eier mit Raumtemperatur
220 g Zucker
1 TL Speisestärke
1 TL Weißwein Essig
1 TL Vanilleextrakt

Für den Belag:
200 ml Sahne
400 g Magerquark
50 g Zucker
500 g frische Erdbeeren

Den Backofen auf 140 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Eier sauber trennen. Das Eiweiß in einer Rührschüssel so lange aufschlagen, bis sich erste Spitzen bilden. Den Zucker Esslöffel für Esslöffel bei mittlerer Stufe des Rührgeräts zugeben (siehe Tipps oben). Das Rührgerät auf die höchste Stufe stellen und so lange rühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat und sich glänzende, feste Spitzen bilden.

Vanilleextrakt einrühren. Speisestärke und Weißweinessig dazugeben und ebenfalls untermengen.

Die Baisermasse nun auf das Backpapier geben und zu einem Kreis mit etwa 20 bis 25 cm Durchmesser formen. Den Rand der Pavlova mithilfe eines Messers oder einer Palette in Form streichen. In der Mitte eine kleine Mulde formen.

Pavlova auf der untersten Schiene in den Ofen schieben, die Temperatur sofort auf 110 °C (Ober-/Unterhitze) reduzieren. Pavlova 95 bis 100 Minuten backen. Ofen ausschalten und die Pavlova bei geschlossener Ofentüre vollständig auskühlen lassen. Wenn es beim Auskühlen schneller gehen soll, könnt ihr einen Kochlöffel zwischen Ofen und Ofentür klemmen.

Für den Belag die Sahne steif schlagen, Quark und Zucker unterrühren und alles gut vermixen. Die Erdbeeren waschen und halbieren. Quark-Sahne-Creme auf dem abgekühlten Baiserboden verstreichen. Mit den Erdbeeren garnieren und servieren.


Wir wünschen euch noch einen feinen Sonntag und allen Supermüttern da draußen natürlich noch einen traumhaften Muttertag!

Habt es schön,
Eure Madeleine & Euer Flo.

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