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Wir lieben Hefeteig: Gekordelte Süßkartoffel-Babka mit Ingwer und Speck

Was so manchner von euch anhand unserer Rezepte vielleicht schon bemerkt hat, machen wir nun ganz offiziell öffentlich: Wir lieben Hefeteig. Babääähm. Jetzt ist es also raus. Naja, um ganz ehrlich mit euch zu sein, bin eigentlich vor allem ich (Madeleine) ein richtiger Hefeteig-Fanatiker. ich liebe diesen fluffigen, weichen und sanften Teig, mit dem sich so viel Leckeres zubereiten lässt. Schon beim Backen durchströmt der herrliche Duft die ganze Wohnung. Und dann, frisch aus dem Ofen und noch lauwarm, zergeht das Hefekerlchen förmlich auf der Zunge. Hmmmmmmmmm…

Das Rezept, das wir euch heute präsentieren, passt deshalb sehr gut in unsere „Wir lieben Hefeteig“-Reihe, die ich gerade eröffnet habe. Es gibt nämlich Süßkartoffel-Babka mit Ingwer und Speck. Traditionell ist Babka ein süßer Hefekuchen, der seine Ursprünge in Osteuropa hat. Vor allem in den USA ist Babka – der hierzulande am ehesten einem geflochtenen Kranz oder Striezel gleichkommt – ein absoluter Renner. Vor allem dessen jüdische Variante, die aus zwei ineinander verschlungenen Hefezöpfen gemacht, mit Schokolade oder Zimt gefüllt und mit Streusel obendrauf gebacken wird.

Doch wie das eben so ist mit einem echten Food-Trend, gibt es Babka mittlerweile in allen Variationen, Größen und Ausführungen. Auch unsere Variation ist ziemlich weit entfernt von der klassischen Babka. Auf der Suche nach originellen Babka-Varianten haben wir schnell viele Rezepte gefunden. Am meisten hat uns allerdings die Süßkartoffel-Variante vom Blog „A Brown Table“ gefallen. Da ich absoluter Süßkartoffel-Fan bin und uns die Bilder des Blogs buchstäblich angemacht haben, wollten wir eine Süßkartoffel-Babka selbst ausprobieren. Herausgekommen ist am Ende ein Babka, der durch die Süßkartoffel leicht süß ist, mit dem Speck eine salzige Note bekommt und durch den Ingwer ein frisches, exotisches Aroma hat. Fluffig und saftig.

DAS REZEPT

Süßkartoffel-Babka mit Ingwer und Speck

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Für den Babka-Teig:
circa 500 g Süßkartoffeln
zwei Eier (Größe L, zimmerwarm)
120 ml Milch
90 gr brauner Zucker
450 gr Weizenmehl
1 Prise Salz
115 gr Butter, weich und in kleine Stücke geschnitten
1/2 Pck Trockenhefe (etwa 4 gr)
1 EL Wasser

Für die Füllung:
Eigelb von einem Ei (Größe L)
50 gr Mehl
1 Prise Salz
60 gr frischer Ingwer
100 gr Speck (in Scheiben); wer es vegetarisch mag, kann den Speck auch weglassen

Zubereitung

  1. Aus den Süßkartoffeln ein Püree herstellen. Dazu den Backofen auf 175 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen und die Süßkartoffeln im Ganzen rund 30 bis 35 Minuten backen, bis sie innen sehr weich sind und die Schale runzlig ist.  Die Süßkartoffeln abkühlen lassen, schälen und mit dem Pürierstab fein pürieren.
  2. Für die Füllung den Ingwer schälen und in kleine Würfel schneiden. Zusammen mit der Hälfte des Süßkartoffel-Pürees und Eigelb, Mehl und Salz in eine Schüssel geben und noch einmal gut pürieren. In den Kühlschrank stellen.
  3. Für den Teig die Milch in einem kleinen Topf lauwarm erwärmen. Topf vom Herd nehmen, das restliche Süßkartoffel-Püree gemeinsam mit zwei Eiern dazugeben und alles gut verrühren.
  4. In einer Rührschüssel 400 g Mehl, brauner Zucker, Salz und Trockenhefe mischen. Die Süßkartoffel-Milch-Mischung dazugeben und mit den Knethaken des Rührgeräts/der Küchenmaschine drei bis vier Minuten vermengen. Rührgerät oder Küchenmaschine auf niedrigste Stufe stellen und nach und nach die Butter in kleinen Würfeln dazugeben und so lange kneten, bis sie komplett eingearbeitet ist. Nun den Teig auf eine leicht bemehlten Arbeitsfläche geben und mit dem restlichen Mehl mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig kneten. Sollte er zu klebrig sein, noch etwas Mehl dazugeben. Für etwa 1 1/2 Stunden zugedeckt an einem lauwarmen Ort gehen lassen.
  5. Den Backofen auf 175 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  6. Den gegangenen Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck (circa 35 x 50 cm) ausrollen. Zuerst mit dem Süßkartoffel-Ingwer-Püree bestreichen, dann mit dem Speck großzügig belegen. Von der langen Seite her aufrollen. Die Teigrolle der Länge nach mit einem scharfen Messer in der Mitte durchschneiden, an einer Seite nicht ganz durchtrennen. Nun werden die beiden Teigstränge vorsichtig übereinanderschlagen/verkordeln (siehe auch Schritt-für-Schritt-Anleitung hier). Die Enden gut verschließen und nach unten schlagen.
  7. Die Teig-Kordel vorsichtig in eine gebutterte Kastenform (rund 15 x 25 cm) legen. Im vorgeheizten Backofen für 45 bis 50 Minuten goldbraun backen. Abkühlen lassen und servieren.

Wir wünschen euch noch einen wundervollen Sonntag.
Habt es fein,
Eure Madeleine & Euer Flo.

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