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Winterzauber: Lauwarmer Pie mit Äpfeln, Cranberrys und einer Note Zimt

Was war das in den vergangenen Wochen nicht für ein herrliches Herbstwetter. Bei all den Sonnenstunden können wir gar nicht glauben, das bis Heiligabend nur noch knapp FÜNF Wochen ins Land ziehen. An Geschenke für die Liebsten haben wir bis dato noch nicht gedacht – geschweige dann ans Plätzchen backen. Und dann, ganz plötzlich, liegt bei uns der erste Schnee. Zack, bum, bang! Ganz unverhofft hat sich der Schlingel angeschlichen und über Nacht eine weiße Decke auf der Landschaft ausgebreitet.

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Und plötzlich ist Weihnachten ganz nah. Die vielen Lebkuchen in den Supermarktregalen machen auf einmal Sinn. Genauso, wie die vielen Christbäume, die in den vergangenen Wochen in den Städten und Gemeinden aufgestellt wurden – wohlgemerkt bei lieblichen 18 Grad und ungläubigen Blicken vieler Passanten.

Und jetzt? Winterwonderland vor der Türe. Der erste Schnee des Jahres. Zeit also, sich in Winterstimmung zu bringen.

In den vielen Backstuben der Region brutzeln nun wieder die ersten Bratäpfel im Ofen. Der Duft von Marzipan und Zimt erfüllt die Zimmer. Es riecht nach Tannenzweigen, Orangen oder Punsch. Und die ersten fleißigen Bäckerinnen und Bäcker füllen ihre selbst gebackenen Plätzchen in Dosen ab. Ja, so kalt und ungemütlich der Winter manchmal auch sein kann, so verzückt sind wir von seinen Gerichten, die er uns beschert.

Als Einstimmung auf den Winter und auf Weihnachten haben auch wir unser erstes winterliches Rezept für euch: Lauwarmer Pie, gefüllt mit Äpfeln, frischen Cranberries, Haselnüssen und einer Note Zimt.  Die Zubreitungsschritte haben wir diesmal als eine kleine Bildergalerie zusammengefasst:

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Pies in sämtlichen Variationen sind unserer Meinung nach ja ohnehin ein Schaffenswerk des Himmels. (Oder des Teufels, wie mans nimmmt). Ganz einfach, weil sie so unbeschreiblich lecker sind. Ihre Füllung bereits im Backofen wie heiße Lava brodelt und beim ersten Schnitt langsam aus dem Kuchen läuft.

Eine winterliche Note verleihen wir unserem Pie mit einer Apfel-Cranberry-Zimt-Füllung. Gerade Cranberrys würden wir zu dieser Jahreszeit am liebsten in jedes unserer Gerichte geben. Durch ihren herben und säuerlichen Eigengeschmack sind sie der perfekte Kontrast in vielen süßen Leckereien. Roh schmecken sie zwar sehr gewöhnungsbedürftig (um es gelinde auszudrücken), gekocht oder getrocknet sind sie allerdings eine Wucht – und haben eine enorme Heilwirkung.

Schon die amerikanischen Ureinwohner wussten, wie heilsam die Cranberry ist. Sie hilft etwa bei Harnwegsentzündungen und soll sogar den Alterungsprozess verlangsamen. Ein bisschen ewige Jugend im Kuchen also. Gar nicht so übel, oder?

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So, nun schieben wir unseren Pie aber ruckzuck in den Ofen und warten, bis er schön zu brutzeln beginnt. Lauwarm (und wer möchte mit einem Klacks Sahne bereichert) schmeckt er übrigens am aller aller aller aller aller aller besten! Großes Pie-Ehrenwort!

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Cranberry-Apfel-Pie

(für eine Tarteform, Durchmesser: 22 bis 26 cm)
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Für den Pie-Teig:
300g Mehl
180g sehr kalte Butter (in Stücken)
125ml eiskaltes Wasser
1 EL Zucker
Salz

Für die Pie-Füllung:
4 große Äpfel (z.B. die Sorten Golden Delicious, Granny Smith oder Jonagold)
Saft von 1 Bio Zitrone
1 Tasse frische (oder getrocknete) Cranberries (rund 120 Gramm)
5 EL Zucker
1 gehäufter TL Zimt
50 Haselnüsse, gehobelt

1 Eigelb

Zubereitung

  1. Für den Mürbeteig Mehl, Salz und Zucker gut vermischen. Die eiskalten Butterstücke mit einer Küchenmaschine oder den Fingerspitzen in die Mehlmischung einarbeiten, bis eine fein bröselige Masse entsteht.
  2. Das Wasser hinzugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
  3. Den Teig in zwei Stücke teilen. Jedes Teigstück auf einer bemehlten Arbeitsfläche tellergroß ausrollen. Den Teller mit Frischhaltefolie auslegen, den Teig vorsichtig darauf legen und mit Frischhaltefolie abdecken. Den Teig mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  4. Für die Füllung Äpfel schälen, entkernen und in grobe Stücke schneiden. In eine Schale geben und mit dem Saft von der Zitrone beträufeln.
  5. Cranberries waschen und abtupfen. Zu den Apfelstücken geben. Alles mit Zucke rund Zimt bestreuen und gut vermengen.
  6. Den Ofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Pie-Form bereitstellen.
  7. Den größeren Teil des Teiges aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem Nudelholz auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Den Teig immer wieder wenden und bemehlen. Er soll etwas größer als die Form ausgerollt werden – Seitenwände und 1 cm Überhang einrechnen.
  8. Die Oberfläche des Teiges nochmals leicht bemehlen und vorsichgtig in die Form heben. Die Apfel-Cranberry-Füllung darin verteilen.
  9. Nun die andere Teighälfte ausrollen und in gleichmäßige Streifen mit 1,5 bis 2 cm Breite schneiden und ein Gittermuster flechten (siehe Bilder).
  10. Den Teig auf die Füllung legen, Überhängendes der unteren Hälfte darüber klappen. Sehr gut andrücken.
  11. Den Pie mit verquirltem Eigelb bestreichen und etwa 40 bis 45 Minuten lang backen bis die Äpfel weich sind.

Mein Tipp: Wer verhindern möchte, dass die süßen Pies im Ofen eine Sauerei hinterlassen, legt am besten ein wenig Backpapier auf dem Backofenboden aus.

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Ihr Lieben, lasst es euch schmecken!
Winterliche Pie-Grüße schicken euch,
eure Madeleine & euer Flo.

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1 Comment

  • Reply
    Apfel-Heidelbeer-Pie mit Blümchenmuster. Der Frühling naht in großen Schritten.
    Februar 26, 2017 at 10:05 am

    […] ihr micht fragt, liegt man mit Pie ja nie falsch. Ob nun im Winter mit Gewürzbirnen-Pie oder Apfel-Cranberry-Pie oder im Sommer mit einem Erdbeer-Pie. Die Füllungen lassen sich prima varriieren und kombinieren […]

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