Brot und Brötchen/ Frühling/ Kräuter/ Sommer

Aus Backstübchens Kräutergarten: Monkey-Bread mit Bärlauchpesto und Kräuterdip.

Laue Sommerabende, Grillen unter freiem Himmel, zusammensitzen mit Freunden, lachen und reden bis tief in die Nacht. Hach, dieser Sommer macht schon jetzt Spaß. Ja ihr lieben, am 1. Juni war offizieller meteorologischer Sommeranfang. Und das kurze Hosen Wetter ließ ja auch wirklich nicht lange auf sich warten. Es ist SOMMER! SOMMER! SOMMER! SOMMER! Wir können es gar nicht oft genug wiederholen, so schön finden wir das.

Weil der liebe Flo – und ich bin mir sicher: sämtliche Männer da draußen – schon seit etwa vier Monaten sein Grillbesteck wetzt und es kaum mehr erwarten konnte, endlich unseren Grill anzuwerfen, haben wir am Wochenende dann auch (endlich) die Grillsaison eröffnet. Klischee-Schublade auf. Mit ganz viel Fleisch für echte Männer und ganz viel Beilagen für echte Frauen. Klischee-Schublade zu.

Und eine dieser herrlichen Beilagen möchten wir euch heute vorstellen: Monkey-Bread mit selbstgemachtem Bärlauch-Pesto.

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Traditionell wird das Affenbrot süß serviert. War uns aber wurscht, wir wollten schließlich unsern herzhaften Grillappetit stillen. Also haben wir das süße Monkey-Bread schnell in ein herzhaftes verwandelt. Zum Grillen eignet sich Monkey-Bread besonders fein, weil es sich in kleinen Bällchen abzupfen lässt. Es schmeckt ganz frisch und noch lauwarm am besten. Pur, mit ein bisschen Butter oder Kräuterquark.

Verfeinert haben wir das Monkey-Bread mit dem feinsten Stinker unter den Kräutern schlechthin: Bärlauch. Ich kann euch sagen: ich liebe den Duft von diesem leckeren Wildknoblauch. Und weil ich den immer riechen kann, durfte Bärlauch in unseren Kräuterbeeten auf dem Balkon selbstverständlich nicht fehlen. Ihr erinnert euch? Es sind diese feinen Beetchen von dem wir sprechen: hier. Ja, auch heute gibt es wieder ein Rezept aus Backstübchens Kräutergarten. Mit Kräuterkunde. Und natürlich mit Bärlauch.

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Backstübchens Kräuterkunde, Teil 2: Bärlauch

Bärlauch lässt sich ganz leicht an seinem intensiven Knoblauchduft erkennen. Ich liebe es, durch den Wald zu laufen und mich von meiner Nase leiten zu lassen. Während der Erntezeit bilden sich weiße Blütensterne, die einige Wochen später vergilben und sich wieder einziehen.
Achtung bei der Ernte! Bärlauch ähnelt stark den giftigen Blättern von Maiglöckchen.

Anbau, Boden und Ernte:
Bärlauch kann durch Aussaat von August bis Oktober oder durch das Stecken von Zwiebeln angebaut werden, die fast ganzjährig austreiben. Der Standort sollte halbschattig und feucht, der Boden humus, locker und kalkhaltig sein. Bärlauch kann sowohl im Topf als auch im Freine gepflanzt werden. Da sich Bärlauch sehr stark vermehrt, kann aus einem geliebten Kraut im Garten schnell auch Unkraut werden. Das könnt ihr verhindern, indem ihr Wurzelsperren einbaut. Geerntet werden die jungen Blätter, vor der Blüte sind sie am aromatischsten. Auch die jungen Blüten, Knospen und Zwiebeln sind genießbar.

Geschmack und Verwendung:
Die würzigen, knoblauchähnlichen Bärlauchblätter passen sehr gut zu Fischgerichten. Bärlauch lässt sich aber auch sehr gut zu Suppen, Pesto oder Gewürzöl verarbeiten.

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Bärlauch trifft Hefeteig. Oder: Kraut und Teig gesellt sich gern.

Für unser heutiges Rezept haben wir den Bärlauch erst zu einem Pesto verarbeitet. Das geht ratz fatz und lässt sich in einem Einmachglas im Kühlschrank lange aufbewahren.

Selbstgemachtes Bärlauch-Pesto

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Für das Pesto:
200 – 250 g Bärlauch
50 g blanchierte Mandeln
60 – 70 g Parmesan
200 – 250 ml fruchtiges Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Den Bärlauch waschen, gut trocken schleudern und in feine Streifen schneiden.

Die Mandeln in einer Pfanne oder für 10 Minuten in einem auf 150 Grad vorgeheizten Backofen trocken rösten. Auskühlen lassen. Anschließend grob hacken.

Parmesan fein reiben.

Bärlauch mit Öl, Mandeln, Salz und Pfeffer in einem Blitzhacker oder mit dem Zauberstab fein pürieren. Zum Schluss den Parmesan dazugeben und noch einmal kurz mixen.

Unser Tipp: Solltet ihr keinen Bärlauch mehr oder kein Bärlauch-Pesto zur Hand haben, könnt ihr für das Pesto-Monkey-Bread gerne auch jedes beliebige andere Pesto verwenden. Etwa Basilikumpesto. Wie immer gilt: eurer Fantasie und Kreativität sind keinerlei Grenzen gesetzt.

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Monkey Bread mit Pesto

(nach einem Rezept von „Lecker Bakery“)

Für das Mokey Bread:
500 g Mehl
250 ml Milch
1 Würfel (42 g) Hefe
1 EL Zucker
Salz
2 Eier
175 g weiche Butter
1 Glas Pesto (z.B. Bärlauchbesto)
(Das Rezept ist übrigens inspiriert vom Magazin „Lecker Bakery“)

Zubereitung

Für den Teig Milch lauwarm erwärmen. Hefe hineinbröckeln und darin auflösen.

Mehl, Zucker und Salz in einer Rührschüssel vermengen und Eier dazugeben. Hefemlich dazugießen. Mit den Knethaken des Rührgeräts zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Dabei die weiche Butter in Flöckchen unterkneten.

Den Teig zugedeckt etwa 1 Stunde lang an einem warmen Ort gehen lassen.

Eine Kastenform mit etwa 30 cm Länge fetten und mit Mehl ausstäuben.

Den aufgegangenen Teig noch einmal kurz durchkneten und in zwei Teile teilen. Jeweils zu einer etwa 40 cm langen Rolle formen. Jede Rolle in ca 20 Scheiben schneiden und mit den Händen zu Bällchen formen.

Das Pesto auf einem Teller verteilen und die Bällchen darin wälzen.
Anschließend dicht an dicht in die Kastenform setzen und anschließend noch einmal für etwa 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Ofen auf 175 Grad (Umluft) vorheizen. Das Monkey Bread im heißen Ofen für etwa 50-55 Minuten backen. Eventuell nach 30 Minuten mit Alufolie abdecken, damit es oben nicht zu dunkel wird.
Für den Kräuterquark habe ich übrigens etwas Creme Fraiche und Magerquark in einer Schüssel gemixt und das ganze mit einem Spritzer Limettensaft, Oregano, Salz, Pfeffer und in Scheiben geschnittenen Oliven verfeinert.

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Wir wünschen euch sonnige Zeiten!
Eure Madeleine & Euer Flo.

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