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Let’s swirl and roll: Hefeknoten mit Kardamom-Zimt-Füllung und Zitronen-Brombeer-Curd

Ihr Lieben, was ist das nur für eine Eiseseiseskälte da draußen! Allein beim Blick auf dem Fenster bekommen wir Gänsehaut. Minus zehn Grad – ernsthaft?!? Lieber Winter, das muss doch nun wirklich nicht sein. Bei diesem Wetter bleibt uns ja gar nichts anderes übrig, als und auf dem Sofa unter einer [oder zwei] Decke[n] tief einzumümmeln, dicke Socken anzuziehen und es uns so richtig gemütlich zu machen.

Und was gehört selbstverständlich zu einem gemütlichen Sonntag-auf-der-Couch dazu? Herrlich duftendes, lauwarmes und unwiderstehliches Gebäck! Aber dazu später mehr. Denn zuerst wollen wir euch eine kleine Neuerung auf unserem Blog vorstellen. Ab sofort wird es im Backstübchen nämlich eine neue Rubrik geben, die da lautet:

Unter unserer neuen Rubrik “Herz & gut” möchten wir euch Dinge vorstellen, die unser Herz ein klein wenig schneller schlagen lassen. Die es an kalten Tagen wie heute erwärmen. Dinge, die uns am Herzen liegen und die wir gut finden. Selbstverständlich rund ums Thema Backen und Kochen. Genau das nämlich, fanden wir, fehlte uns bislang in unserem Backstübchen. Ein Blick über den Tellerrand, der uns ermöglicht, euch die Dinge vorzustellen, die wir toll finden. Die unseren Alltag bereichern. Uns flashen/verzaubern/umhauen/überzeugen/inspirieren. Das können andere Blogs genauso sein wie tolle Restaurants, Produkte, Alltagshelfer, Küchenaccessoires, Bücher, Magazine, Rezepte, usw…. Schlicht und einfach alles, was uns bewegt. Und kommende Woche fangen wir damit an. Huiuiiii, wir freuen uns!

Und wenn wir gerade schon beim Thema alles, was uns bewegt sind, geht es gleich beschwingt weiter. Jetzt wird nämlich geswirlt und gerollt. Als ultimatives Sonntag-auf-der-Couch-Gebäck haben wir Hefeknoten auserkoren – mit Zimt-Kardamom-Füllung und einem fruchtigen Brombeer-Curd als Dip. Wir können euch gar nicht sagen wie sehr wir diese Teilchen lieben! Am besten schmecken sie lauwarm und frisch aus dem Ofen. Dann sind sie besonders weich und duften herrlich nach Kardamom und Zimt. Dazu ein Tässchen Kaffee oder Tee und die eiseskalte Welt da draußen ist vergessen. Klappt wirklich, großes Zimtknoten-Ehrenwort!

Die Idee, unsere Zimtknoten mit einem guten Klecks Zitronen-Brombeer-Curd zu essen, hat uns die liebe Trickytine gegeben. Auf ihrem Blog “Trickytine” wimmelt es nämlich nur so von leckeren Curd-Rezepten. Spätestens nach unserem kurzen Ausflug in die wunderbare Curd-Welt wissen wir auch, warum! Der fruchtige Curd passt toll zu so vielen leckern Dingen. Und: Er lässt sich mit so vielen leckeren Früchten herstellen. Wer weitere Curd-Inspirationen sucht, der sollte unbedingt bei Trickytine vorbeischauen.

So, jetzt aber Schluss mit unseren Curd-Jubelarien. Zumal unser Zitronen-Brombeer-Curd-Vorrat, den wir gestern noch gekocht haben, während der Erstellung dieses Beitrags beängstigend schnell zusammenschmilzt… Der ist aber auch einfach zu lecker… Nomnomnom…

Damit ihr den richtigen Dreh beim Knoten der Zimt-Kardamom-Knoten raushabt, haben wir euch eine kleine How-to-Knoten-Bildergalerie zusammengestellt. Allerdings soll gesagt sein: Es gibt sicherlich talentiertere Knoter, als uns. Irgendwie sahen unsere “Knoten” dann doch eher wie große Schnecken-/Schleifen-/Kringel-Dinger aus. Naja, seis drum. Der Geschmack zählt schließlich am allermeisten, oder nicht?

Zimt-Kardamom-Knoten

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Serves: etwa 20 bis 25 Knoten

Ingredients

  • Für den Teig:
  • 150 g weiche Butter
  • 90 g Zucker
  • eine Prise Salz
  • 1 Würfel frische Hefe (42 g)
  • 2 TL Kardamompulver
  • 500 ml Milch
  • 800 gr Mehl, plus Mehl für die Arbeitsfläche
  • Für die Füllung:
  • 180 g sehr weiche Butter
  • 90 gr brauner Zucker
  • 3 TL Zimt
  • 1 TL Kardamompulver
  • Zum Bestreichen:
  • ein verquirltes Ei
  • wer mag: Hagelzucker zum Bestreuen

Instructions

1

Butter, Zucker und Salz in einer Rührschüssel cremig und hell aufschlagen.

2

Milch in einem Topf handwarm erhitzen (etwa 35 °C). Den Topf vom Feuer nehmen, die Hefe hineinbröseln und unter Rühren auflösen. Wenn sich die Hefe komplett aufgelöst hat, die Hefe-Milch zur Butter-Zucker-Mischung geben.

3

Kardamompulver und Mehl mischen und nach und nach unter die Hefe-Zucker-Mischung kneten, bis ein elastischer, aber nicht mehr zu klebriger Teig entsteht. Ist euer Teig am Ende noch zu klebrig, einfach noch etwas Mehl dazugeben. Nun den Hefeteig in einer Schüssel an zugedeckt an einem warmen Ort etwa 50 Minuten gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat.

4

Nach etwa 40 Minuten könnt ihr die Füllung zubereiten. Dazu verrührt ihr alle Zutaten zu einer Creme. Am besten geht das, wenn die Butter sehr weich ist.

5

Nach dem Gehen den Hefeteig in zwei Teile teilen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal gut durchkneten und die erste Teighälfte zu einem etwa 40 bis 50 cm großen Rechteck ausrollen. Nun bestreich ihr sie mit der Hälfte der Füllung und faltet den Teig zweimal. Dazu das Linke Drittel des Teigs in die Mitte legen und das rechte Drittel über das linke Drittel falten, sodass ihr drei Schichten Teig habt. Den Teig nun so hindrehen, dass die offenen Seiten links und rechts sind und noch einmal vorsichtig ausrollen.

6

Den Teig nun in etwa 2 cm breite Streifen schneiden. Die Streifen dann noch einmal in der Mitte schneiden, das obere Ende der Streifen dabei aber zusammenlassen. Die Streifen nun einzeln kordeln und sie dann zu einem Knoten formen, indem ihr sie zweimal um die Hand wickelt (siehe Bilder oben). Die Knoten mit genügend Abstand (sie gehen noch einmal auf) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und die Schritte mit den restlichen Streifen und der zweiten Teifhälfte wiederholen.

7

Die Knoten dann noch einmal zugedeckt und an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen.

8

Den Backofen auf 175 °C vorheizen. Die Knoten nun mit einem verquirlten Ei bestreichen. Wer mag, kann noch Hagelzucker darauf verteilen. Die Knoten im vorgeheizten Backofen nun 20 bis 25 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.

Für unseren Brombeer-Zitronen-Curd braucht ihr:
225 g TK-Brombeeren
1 Bio-Zitrone
70 g Zucker
2 ganze Eier (L)
50 g kalte Butter in Stücken

Die tiefgekühlte Brombeeren in einem kleinen Topf mit dem Saft einer Bio-Zitrone erhitzt und die Beeren mit einer Gabel fein zerdrücken. Das Fruchtpüree durch ein feines Sieb geben und etwa 150 ml Saft abfangen. Den Saft mit dem Zucker noch einmal kurz aufkochen lassen und anschließend auf kleiner Stufe warm halten.

Zwei ganze Eier in einer kleinen Schüssel verquirlen, etwas Beeren-Zucker-Saft zu den Eiern geben und unter Rühren verbinden. Die Ei-Saft-Masse dann zum restlichen Brombeersaft geben und bei kleiner Hitze verrühren. Die Masse bei kleiner Hitze so lange weiterrühren, bis sie beginnt, einzudicken. (Das kann durchaus 8-10 Minuten dauern.) Die richtige Konsistenz ist vergleichbar mit einer heißen Puddingcreme. Die Butter dazugeben und alles noch einmal gut verrühren. Die dickflüssige Curd-Masse etwas abkühlen lassen und dann in ausgekochte Weck-Gläser füllen.


So ihr Lieben, jetzt haben wir euch aber genug durchgekordelt und gecurdet.

Wir wünschen euch noch einen tollen Sonntag,
Eure Madeleine & Euer Flo.

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