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Herbstschmankerl: Gemütliche Herbsttage mit Maronen-Donuts

Als wir den Ofen öffnen, strömt uns dieser wunderbar süßliche Duft entgegen. 20 Minuten lang haben wir die Maronen im Ofen geröstet. Jetzt sind sie fertig und wir können es kaum erwarten, die Esskastanien aus ihren Schalen zu lösen.

Maronen sind im Herbst und im Winter wunderbare Zutaten für herzhafte oder süße Gerichte. Sie schmecken nussig und süßlich und erinnern sofort an gemütliche Stunden. Auf den Weihnachtsmärkten, wo sie unsere Hände wärmen oder Zuhause, wenn es draußen kalt ist. Dabei war mein erstes Zusammentreffen mit den Kastanien gar nicht mal so glücklich verlaufen.

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Bei uns Zuhause gab es, als meine Schwester und ich noch Kinder waren, sage und schreibe ein einziges Mal im Ofen gebackene Maronen. Ein Moment, den ich vermutlich nie vergessen werde. Unsere Vorfreude auf gemütliche Stunden mit frisch zubereiteten Maronen wurde nämlich jäh getrübt, als aus der Küche plötzlich lautes Knallen zu hören war. Statt langsam gar und weich zu werden, sprangen die Maronen im Ofen auf und ab. Sie explodierten. Während wir Kinder nicht so wirklich wussten, was da passierte, lief meine Mutter kopfschüttelnd und schimpfend zugleich das Zimmer auf und ab. Sie hatte vergessen, die Maronen vor dem Backen einzuschneiden. Das Ergebnis: Ein Ofen, der anschließend einem Schlachtfeld glich, implodierte Maronen und eine fluchende Mutter, die sich schwor, nie wieder Esskastanien zuzubereiten.

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Während die Maronen-Explosion bei meiner Mutter damals gar nicht gut ankam, können wir heute allesamt herzhaft darüber lachen. Mein erstes und einziges Kindheitserlebnis mit Maronen kommt mir immer dann in den Sinn, wenn ich irgendwo mit Maronen konfrontiert werde – sei es im Restaurant, auf dem Markt oder im Supermarkt.

Explodierte Maronen wollen wir euch heute selbstverständlich nicht servieren. Dafür haben wir die Leckerchen zu etwas Süßem verarbeitet: Gebackene Maronen-Donuts.

Grundlage für die Maronen-Donuts ist ein einfacher Nussrührkuchen. Die Maronen haben wir klein gehackt und unter die Teigmasse gerührt. Zusätzlich haben wir ein paar Maronen anschließend als Topping verwendet. Durch die Esskastanien haben die Donuts einen leicht nussigen Geschmack. Sie sind schön fluffig und saftig und schnell und einfach zubereitet.

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Maronen-Donuts

(für etwa 24 Donuts, Donutform von Kitchen Aid)

Zubereitungszeit: 30 Minuten
Backzeit: pro Blech 12 Minuten

Für den Kuchen:
Für die Donuts:
150 g weiche Butter
1 Prise Salz
175 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier (150 g)
150 g gemahlene Mandeln
1/2 TL Zimt
220 g Weizenmehl (Type 405)
2 TL Backpulver
2 – 3 EL Milch
3 EL Kakaopulver
200 g Maronen (verzehrfertig, frisch oder vakuumiert)

Für das Topping:
200 g weiße Schokolade
drei bis vier Maronen (klein gehackt)

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Donutform mit Butter fetten.
  2. Die Butter mit Salz, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren.
  3. Die Eier verquirlen, nach und nach zugeben. Dabei die Masse schaumig schlagen. Nüsse und Zimt unterrühren.
  4. Mehl mit Backpulver mischen, sieben und zusammen mit der Milch unterrühren. Kakaopulver unterrühren.
  5. Maronen in Stücke hacken und unter den Teig heben.
  6. Kuchenmasse in die vorbereiteten Förmchen füllen und für etwa 12 Minuten im vorgeheizten Backofen backen (Stäbchenprobe durchführen).
  7. Die Donuts aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Aus der Form lösen.
  8. Schokolade über dem Wasserbad schmelzen. Ist die Schokolade etwas zu zäh, einen kleinen Schuss Öl (nicht zu viel!) unterrühren, dann lässt sie sich besser weiterverarbeiten. Abgekühlte Donuts nacheinander in die Schokolade tauchen, sodass sie auf der oberen Hälfte mit Schokolade bedeckt sind. Klein gehackte Maronenstücke darüberstreuen.

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Wir wünschen euch einen tollen Sonntag und genießen jetzt ganz gemürtlich unsere Maronen!
Habt es schön!
Eure Madeleine & Euer Flo.

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1 Comment

  • Reply
    Filiz
    Oktober 11, 2015 at 6:28 pm

    Witzig, das mit den Maronen ist einer guten Freundin von mir auch passiert. Wir haben uns noch ewig kaputt gelacht darüber 😀
    Nichts desto trotz gibt es jedes Jahr Maronen bei uns. Allein schon wie sie duften, wenn sie im Ofen vor sich hin garen (ohne zu explodieren). Mhhhh…
    Ich muss aber zugeben, ich habe noch nie Maronen in wie auch immer verarbeiteter Form gegessen. Immer nur puf, frisch aus dem Ofen. Ich glaube, eure Donuts muss ich ganz dringend mal probieren <3

    Habt einen schönen Sonntagabend…
    Liebe Grüße,
    Filiz von A Little Fashion

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