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Herbstschmankerl: Apfelschnecke mit Walnüssen und Zimt

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Der Sommer hat in den vergangenen Tagen noch einmal kräftig zugelangt. Die Tage waren heiß und trocken, die Nächte lau. Wer will da schon an kühlere Zeiten denken? Genau, wir!

Neben dem Frühling, Sommer und Winter (muhaha..) ist der Herbst nämlich eine unserer liebsten Jahreszeiten. Na gut, er mag manchmal etwas grau und düster sein. Wenn sich aber das Laub bunt färbt und die Sonne so klar und rein scheint, wie sie es eben nur im Herbst kann, dann hüpfen unsere Herzchen. Dann würden wir uns am liebsten in Laubbergen wühlen und die Taschen voll mit gesammelten Kastanien stopfen.

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Als eingefleischte Foodies freuen wir uns aber natürlich auch auf den Herbst, weil er mit so vielen Obst- und Gemüsesorten aufwartet, die wir schlicht und einfach zum Fressen gern haben. Auf den Märkten stapeln sich Zwetschgen, Kürbisse, Maronen, Mais, Nüsse oder Trauben. Allesamt Zutaten, mit denen sich wunderbar backen lässt. Na wenn das mal nicht schöne Aussichten auf die kommenden Wochen sind…

Obst und Gemüse der Saison findet ihr in unserem Saisonkalender

Falls ihr euch nicht sicher seid, welche Obst- und Gemüsesorten im Herbst Saison haben, haben wir für euch einen Saisonkalender bereitgestellt. Auch wir orientieren uns an der Auflistung. Warum? Hanz einfach weil saisonale Produkte nicht nur unserer Umwelt gut tun, sondern weil sie ganz einfach saftiger, frischer, besser, süßer und knackiger schmecken.

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Und wo wir gerade schon bei knackig sind. Ein Obst, das zum Herbst gehört wie Kastanien, Laubmatsch und Regentage sind natürlich Äpfel. Eines unserer liebsten Herbst-Rezepte beinhaltet deshalb die Knacki-Kernfrucht. Eingebettet haben wir sie in einen Mantel – oder vielmehr einer Riesenrolle aus Hefeteig, Zimt, Walnüssen und einer Zucker-Glasur. Schon ein kleines Stückchen der Apfelschnecke holt den Herbst auf die Zunge.

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Was nicht heißen soll, dass ihr euch nur ein kleines Stückchen der Schnecke aufladen sollt. Nein, am Besten ihr schaufelt euch ein riesiges Stück auf den Teller und genießt es lauwarm. So wie wir. Frisch aus dem Ofen ist die Apfelschnecke nämlich am aller-aller-besten. Hmmmmmmm….

Die Grundidee für die Riesenschnecke stammt von Jeanny und ihrem Blog Zucker, Zimt und Liebe. Sie hat dort eine herrliche Zimtschnecke gebacken, die uns inspiriert hat.

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Apfelschnecke mit Walnüssen und Zimt

(für eine Springform mit ⌀ 20cm)

Für den Hefeteig:
300 ml Milch
50 g Butter
450 g Mehl (+ Mehl zum Ausrollen)
1 Packung Trockenhefe
60g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei

Für die Füllung:
2 große, back-geignete Äpfel (z.B. Boskoop, Elstar, Jonagold, Golden Delicious, Granny Smith)
1 Handvoll Walnüsse
70 g Butter (weich!)
100 g Zucker
3 TL Zimt

Für die Zucker-Glasur:
150 g Puderzucker
2 EL Milch

Zubereitung

  1. Die Milch lauwarm erhitzen (nicht kochen!)  und die Butter darin schmelzen lassen.
  2. Mehl, Zucker, Hefe und Salz in einer großen Schüssel mischen. Warme Milch-Butter-Mischung  samt Ei zur Mehlmixtur geben und alles mit dem Rührgerät zu einem Teig verkneten. Ist der Teig zu klebrig, noch etwas Mehl untermengen. Optimal ist der Teig, wenn er sich vom Schüsselrand löst, aber nicht zu trocken ist.
  3. Den Teig nun zu einer Kugel formen und etwa eine Stunde an einem warmen, nicht zugigen Ort gehen lassen bis er sich verdoppelt hat.
  4. In der Zwischenzeit die Äpfel für die Füllung vorbereiten. Dazu die Früchte vom Kerngehäuse befreien und in kleine (etwa 1 cm breite) Würfel schneiden. Die Walnüsse grob hacken und unter die Apfelstücke mischen.
  5. Die weiche (nicht flüssige) Butter mit dem Zucker und dem Zimt in einer Schüssel vermengen.
  6. Springform mit Butter leicht fetten.
  7. Den Teig nach der Wartezeit aus der Schüssel nehmen und halbieren. Beide Hälften auf bemehlter Unterlage rechteckig (etwa 40 x 20 cm) dünn ausrollen.
  8. Beide Teigstücke mit der Butter-Zucker-Mischung bestreichen und anschließend die Apfel-Walnuss-Mischung gleichmäßig darauf verteilen. Den Teig jeweils in etwa 5 bis 6 gleichmässig dicke Streifen schneiden.
  9. Nun wird es etwas fisselig: Um die Schnecke in ihre Form zu bringen, den ersten Teigstreifen schneckenförmig aufrollen. Diese Schnecke dann auf einen zweiten Streifen stellen und diesen ebenso aufrollen. Mit allen weiteren Streifen ebenso verfahren. (Sollte sich die Schnecke nicht an einem Stück aufrollen lassen, zunächst die ersten fünf Streifen rollen, dann die Schnecke in die Form legen und die weiteren Streifen drumherumlegen. Ich finde es allerdings einfacher, alles an einem Stück zu schneckeln.)
  10. Ist die Apfelschnecke fertig aufgerollt, muss sich noch einmal für 30 Minuten abgedeckt und an einem warmen Ort ruhen.
  11. Währenddessen den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  12. Die Schnecke nach der Gehzeit auf mittlerer Stufe 45 bis 50 Minuten lang backen. Damit sie oben nicht zu dunkel wird, könnt ihr sie nach etwa der Hälfte der Backzeit mit Alufolie abdecken.
  13. Während der Backzeit die Puderzucker-Glasur zubereiten. Dazu den Puderzucker mit der Milch zu einer dickflüssigen Glasur vermengen. Ist die Glasur zu flüssig, noch etwas Puderzucker dazu geben.
  14. Die fertige Apfelschnecke aus dem Ofen nehmen und mit der Glasur beträufeln.

Meine Lieben, wir hoffen, ihr konntet unseren ersten Herbst-Ausflug genießen!
Habt es schön,
Eure Madeleine & Euer Flo.

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7 Comments

  • Reply
    Schnecke
    August 13, 2017 at 12:01 pm

    Hallo,
    was für eine klasse Idee.
    Habe den Kuchen gestern gebacken.
    Schmeckt total lecker.
    Beim schnecken, kahm mir die Idee, daß man ihn sicher auch mit was anderem füllen kann.
    Z.B. eine saftige Mohnfüllung oder was einem noch so in den Sinn kommt.
    Danke für das schöne Rezept und die Insiration Hefeteig mal ganz anders zu verbacken.
    Liebe Grüße
    Schnecke

  • Reply
    Be my Valentine: Vanille-Quarkzopf mit Himbeermark | Backstuebchen
    Februar 14, 2016 at 11:07 am

    […] Mit auf dem Frühstückstisch liegt dieses Leckerchen hier: ein Vanille-Quarkzopf mit Himbeermark. Wie ihr bereits wisst, lieben Flo und ich alles, was schön weich, fluffig, gefüllt und gekordelt oder gedreht ist. Zuletzt haben wir uns etwa in diese Brioche-Muffins mit Schoko-Kaffee-Swirl verliebt, oder diese Apfelschnecke mit Walnüssen und Zimt. […]

  • Reply
    Karl
    Januar 26, 2016 at 8:32 am

    Guten Morgen!
    Eine Frage hätte ich: Wie wird der Teig geschnitten? Sind die Streifen dann 20 oder 40 cm lang?
    Danke und liebe Grüße
    Karl

  • Reply
    Sabine
    September 4, 2015 at 9:28 pm

    Ich verstehe das schneckeln irgendwie nicht
    Gibt es Bilder dazu ?
    Möchte den morgen gerne backen

    • Reply
      Madeleine
      September 4, 2015 at 9:38 pm

      Hallo Sabine,
      Nein, Bilder haben wir leider nicht… Im Prinzip musst du sie aufrollen wie eine lakritzschnecke. Ein Teigstück nach dem anderen. Am Anfang geht das ganz leicht, wenn die Schnecke dann schon etwas dicker ist, ist es etwas kniffliger.
      Ich hoffe, wir konnten dir damit weiterhelfen?
      Liebe Grüße, Madeleine

  • Reply
    Schwarzwaldmaidli
    September 1, 2015 at 6:35 pm

    Boah, wie lecker! Ich rieche den Zimt bis zu mir 🙂
    Liebe Grüße
    Anette

    • Reply
      Madeleine
      September 1, 2015 at 6:42 pm

      Hallo liebe Anette,
      hehe, jaaaa, ich jedenfalls könnte in Zimtgeruch baden :D.
      Liebe Grüße,
      Madeleine

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